Heute war wieder so ein Tag an der Schleuse in Geesthacht, an dem alles gleichzeitig schön und absurd wirkte. Die Eisberge trieben träge im Wasser, kantig und still, als würden sie nichts von dem Trubel um sie herum mitbekommen. Eigentlich ein Anblick, der Ruhe verdient hätte. Klares Licht, kalte Luft, dieses leise Knacken des Eises – ein seltenes Naturschauspiel. Und doch lag über allem eine Unruhe, fast wie ein permanentes Hintergrundrauschen.
Dieses seltene Naturschauspiel wurde für tausende Touristen zum Spielplatz. Auf den Zuwegen zum Eis herrschte Gedränge, Menschen schoben sich aneinander vorbei, standen im Weg, blieben abrupt stehen. Auf den Straßen rundherum Stop and Go, Autos Stoßstange an Stoßstange, Hupen, Motorengeräusche, Ungeduld.
Überall standen Autos. Wildparker, wohin man sah. Halb auf dem Grünstreifen, mitten im Weg, in Einfahrten, auf fremden Grundstücken oder einfach dort, wo gerade noch Platz war. Die Polizei war im Dauereinsatz, ermahnte, erklärte, diskutierte – und verteilte Strafzettel. Man sah genervte Gesichter, Schulterzucken, dieses typische „Ich doch nicht“-Blicken. Einige lenkten ein und fuhren weg. Viele aber blieb es egal.
Am meisten irritierten mich die Touristen. Kameras in der Hand, Augen auf die Eisberge gerichtet, aber kaum ein Blick für das Drumherum. Als gäbe es hier keine Regeln, keine Anwohner, keine Natur, die Rücksicht braucht. Die Eisberge lagen ruhig und majestätisch im Wasser, während um sie herum Chaos herrschte. Vielleicht war genau dieser Gegensatz das, was mir heute am stärksten im Gedächtnis geblieben ist.
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